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General Anzeiger. So sehen die Pläne für die neue Moschee in Siegburg aus

Siegburg · In einer ehemaligen Turnhalle traf sich in den 1980er Jahren die erste islamische Gemeinde in Siegburg zum Gebet. Dieses Provisorium ist längst zu klein und soll nun einer neuen Moschee mit Minarett und Kuppel weichen. So sehen die ersten Pläne aus.

Seine Eltern waren unter denjenigen, die in den 1980er Jahren eine ehemalige Turnhalle an der Händelstraße zur Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Siegburg umgebaut haben. „Ich besuche sie seit meiner Kindheit und komme heute mit meinen drei Kindern hier hin“, sagt Güven Cinar, der sich in der Gemeinde um die Finanzen kümmert. Mittlerweile ist die Moschee in die Jahre gekommen, sie werde den aktuellen Bedürfnissen nicht mehr gerecht und sei definitiv zu klein. Deswegen will die Gemeinde die alte Moschee im Stadtteil Deichhaus abreißen und eine neue Moschee bauen. Wie sie aussehen könnte, zeigte Cinar zusammen mit dem Kölner Architekten Tuncay Uluca jetzt im Planungsausschuss.

„Wir haben eine Architektursprache gewählt, die nicht so angreift“, sagt Tuncay Uluca. Das Minarett habe einen eher symbolischen Charakter: „Ein Muezzin-Ruf zum Gebet ist nicht vorgesehen“, so der Architekt. Es soll 26,70 Meter in die Höhe ragen. Die Kuppel über dem Moscheegebäude erreicht nach den ersten Plänen eine Höhe von 17 Metern. „Über die Höhen können wir aber noch sprechen“, sagt Uluca. Während der Abriss- und Bauarbeiten könnte die Gemeinde das benachbarte Kulturzentrum der Ditib-Gemeinde als „Ersatzmoschee“ nutzen.

 

Quelle: General Anzeiger von Nadine Quadt